2.11.12

Spiel '12

Das war sie mal wieder, die Spielemesse.
Schön anstrengend, aufregend, toll.

Es fing schon gut an, beim Warten auf den Einlass rückten wir dem (vorher enträtselten) Geocache Spielen: SPIEL 2012 immer näher und konnten ihn um 10 Uhr loggen (geht es noch poetischer?).

Und dann nichts wie rein ins Vergnügen. Ich mag mich täuschen, aber ich fand es nicht so voll, wir fanden immer einen schönen Spieltisch.

Hinweis: Nicht alle beschriebenen Spiele sind aus dem aktuellen Jahrgang, ich erzähle einfach zu den meisten etwas, die ich gespielt habe.

Da die Liste sehr lang geworden ist, gebe ich Euch mal ein paar Kategorien vor und Ihr könnt Euch durchklicken. 
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen, über Kommentare zu Euren Erfahrungen mit den Spielen würde ich mich freuen.

Häufiger-Spieler-Spiele '12

Smash Up - AEG/Pegasus

Hier haben wir acht Gruppen (z.B. Zombies, Aliens, Zauberer usw.), die jeder ein (Karten-)Deck von Fähigkeiten mitbringen, Kreaturen und Aktionen. Mit diesen Karten versuchen wir ausliegende Karten zu erobern. Jeder Spieler arbeitet (ggf.) an der Eroberung (Kampfkraft aller Kreaturen) mit, aber je nach Wertigkeit (Kampfkraft seiner Kreaturen) bekommt er Siegpunkte. Das eigene Deck ist ein bisschen verwirrend (daher Smash Up), weil man zwei Gruppen vermischt und dann mit den recht unterschiedlichen Boni und Aktionsmöglichkeiten klarkommen muss.
Dadurch war mir das zu wenig planbar und ich hatte keinen großen Spaß.

Space Cadets - Stronghold Games

Ein kooperatives Spiel, bei dem die Kadetten der Raumakademie auf eine Trainingsmission geschickt werden. Die Kadetten haben jeder eine oder mehrere Stationen vor sich liegen (Navigation, Schilde, Engineering, etc.) und müssen diese bedienen. Nur mit entsprechender Kommunikation untereinander ("Schilde brauchen mehr Energie oder der Antrieb, aber wir haben nicht genug für beides", "wenn wir vorher eine Sonde losschicken, fliegen wir vielleicht nicht blind in die Gegner") lassen sich die Anforderungen der Mission meistern und manchmal nicht einmal dann. Und das ist der spannende und lustige Teil, die Stationen beinhalten "Mini-Spiele" (Logik-Puzzle, Memory-artiges, Scheiben-Schnippen), die über Erfolg und Misserfolg mitentscheiden. Es zählen Geschwindigkeit und Geschicklichkeit, eine Kombination, die ich so noch nicht am Spieltisch gesehen habe und die mir gut gefallen hat.

Uchronia - iEllo

Wer Ruhm für Rom kennt, wird einige Spielmechanismen wiedererkennen. Diesmal in einer Fantasy-Drachen leben mit Menschen-Antike versuchen wir durch unsere Bauwerke die nötigen Siegpunkte zu erreichen. Die Rollenwahl hat sich verändert, wir lassen die anderen Mitspieler nur an unserer Fertigkeit teilhaben, wenn sie damit auch schon aktiv waren und können aus unserer Kartenhand frei auswählen, ggf. auch durch Joker in Form von Paaren. Mich hat etwas gestört, dass die verwendeten Begriffe (für mich zumindest) nicht so gut zum Thema passten und sich für mich auch nach mehreren Runden nicht flüssig spielten. Ich brauchte immer wieder die (zum Glück sehr gute) Kurzübersicht auf dem Spielertableau und selbst dann waren die Grafiken hilfreicher als die Namen der Aktionen.

The Doge Ship - Giochix

Alle Mitspieler bauen am Schiff des Dogen. Dabei versuchen sie einerseits, ihre Siegpunkte durch schöne Schiffteile zu erlangen. Aber es gibt noch mehr zu tun, schließlich sind wir in Venedig. Da muss man über die Hochwassersituation nachdenken und die einflussreiche Dogenfamilie muss auch umworben werden. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Preise für Aktionen in jeder Runde neu ausgewürfelt wurden, dadurch wurde zu intensives Vorausplanen nicht immer belohnt. Wir haben nur eine Einsteigerpartie gespielt und ich bin mir nicht sicher, ob ich nach einer langen Partie noch genau soviel Spaß gehabt hätte.

Der Widerstand - Pegasus

Wir sind alle im Widerstand, naja, bis auf die Spione. Die kennen sich untereinander und versuchen, den Widerstand von innen heraus zu sabotieren. Da gehen Missionen schief, obwohl doch alle dafür waren, dass genau diese Gruppe die Ausführung übernimmt. Aber welcher Widerständler eigentlich Spion ist, bleibt bis zum Schluss geheim. Ich stehe mit diesen "glaubt mir doch, ich bin einer von Euch"-Spielen auf Kriegsfuß, da ich mich selten richtig verkaufe (entweder quatsche ich zuviel oder zu wenig), also eher nichts für mich.

Die Legenden von Andor - Kosmos

Zweite Legende
Zweite Legende - gescheitert
Rollenspiel trifft Brettspiel trifft Erzählspiel. Bei "Die Legenden von Andor" liest man die Regel nach und nach durch die erzählten Legenden vor. Dadurch kommt man schnell ans Spielen, erfahrene Spieler haben aber (bei uns zumindest) oft Detailfragen, die die Legendenkarten dann nicht beantworten können und es gibt leider keine zusammengefasste Regel zum Nachlesen. Aber diesen Nachteil beiseite wird schon in der ersten Legende klar, dass man hier nicht das übliche Rollen-Brettspiel aufgelegt hat. Reines Monsterkloppen geht hier gar nicht. Das kooperative Element ist hervorragend umgesetzt, denn selbst das Anfängermonster lässt sich von unseren Anfängercharakteren nicht alleine besiegen und wenn wir unsere Kräfte nicht bündeln, fehlt uns die Zeit, die durch jede Aktion voranschreitet. Empfehlenswert für jeden, der kooperative Spiele und Rollenspiel mag.

Gelegenheits-Spieler-Spiele '12

Tricky Wildlife - Cwali

Vier Tierarten bevölkern den Zoo jedes Mitspielers und man muss versuchen, seine Tiere einerseits zu füttern (mit ihren Mitbewohnern) und andererseits für genügend Nachschub zu sorgen, so dass auch die Besucher genug zu sehen bekommen. Da die Tiere auch altern, muss für Nachschub gesorgt werden, selbst wenn man genug Nahrung hat. In jeder Runde erhält man Siegpunkte, wenn man in der Tierart, die in der letzten Runde am wenigsten Nachwuchs hatte, führt.
Nachdem wir die Regel verstanden hatten, spielte es sich flüssig, aber für mich ergab sich kein hoher Wiederspielwert.

Tweeet - Cwali

Sehr niedliches Zubehör. Die Ressourcen (Vogel-Futter) sind sehr echt als (Miniatur-)Erdbeeren, Trauben u.ä. zu erkennen. 2 Gruppen von Spielern versuchen (nicht unbedingt als erste) mit der größten Nahrungsmittelreserve das andere Ende des Waldes zu erreichen, der sich langsam vor uns ausbreitet. Die Nahrungsmittel brauchen wir aber auch zum Vorwärtskommen und wer zu weit fliegt, verausgabt sich womöglich unnötig. Strategisch können die Zusammenspielenden versuchen, den anderen Vögeln den Weg abzuschneiden und sich die größeren Reserven zu sichern. Aber vielleicht verraten die Absprachen ja zuviel über den Plan...

Zug um Zug Deutschland - Days of Wonder

Eine neue Zug um Zug-Variante, die eher zu den Ursprüngen zurückgeht. Außer der anders gestrickten Karte (Deutschland ist halt streckenweise etwas enger als die USA, z.B. im Rheinland) konnte ich keine Unterschiede zum Original feststellen. Ich finde Zug um Zug immer noch gut, aber ich bräuchte die neue Ausgabe nicht, da wir genügend andere im Schrank haben.

Match Point - The Game Master

Eine Domino-Variante mit quadratischen Spielplättchen, die je vier verschiedene Felder mit Zahlen von 1-5 und * (als Joker) haben. Wenn man sie anlegt, bekommt man für alle gleichen verbundenen (waagerecht und senkrecht) Gebiete die Summe der abgebildeten Punkte, einen Joker legt man beim Anlegen fest und kann dadurch auch mehr als vierfache Punkte bekommen. Erzeugt man aber ein Quadrat aus vier gleichen (auch inkl. Joker), so erhält man 10 Sonderpunkte, was sehr viel ausmacht.

Yamunda - F-Hein-Spiele

Memory mal anders. Nicht Paare, sondern 2-5 zusammengehörende Plättchen müssen gefunden werden, die schönen Grafiken machen das einfach, denn die Bilder liegen offen. Wenn ich ein Set genommen habe, lege ich es vor mir ab und drehe es um, denn auf der Rückseite sind weitere Bilder, die zu anderen Sets gehören. Findet ein Spieler die Zusammenpassenden, darf er sie auch bei mir wegnehmen und dreht sie wieder um, bis alle Sets genommen wurden. Dann gewinnt der mit den meisten Plättchen. Vor allem wegen der fantasievollen Bilder hat mir dieses kurzweilige kleine Spiel sehr gut gefallen.

Bloqs - Playthisone

Tetris, das Brettspiel? Nicht ganz, aber es geht um vollständige Ebenen (3 x 3 Blöcke Grundfläche). Durch Würfeln erhalten wir neue Elemente, die wir einbauen. Wer es schafft, 3 vollständige Ebenen ohne überstehende zu bilden, gewinnt sofort, sonst der mit den meisten vollständigen Ebenen. Lustig, kurzweilig, für die Knobler unter uns eine nette Optimierungsaufgabe.

Kalua - HomoLudicus

Durch Ausspielen von Karten versuchen wir, unserem Inselgott die größte Anhängerschaft zu verschaffen. Das läuft ein bisschen holprig und da Mitspieler, die keine Anhänger mehr haben, aus dem Spiel aussteigen, macht es diesen wenig Spaß, nur zu warten.

Kosmonauts - MESAboardgames 

Ein schönes Weltraumrennspiel, bei dem wir auf allen Planeten unseres Sonnensystems (und dem Halleyschen Kometen) landen sollen, als erster, aber auch nach Vorgaben aus am Anfang verteilten Karten. Das gibt die Siegpunkte, nach denen wir streben. Gezielt können wir die Antriebskraft unserer Raumschiffe über mehrere Runden nutzen, denn jede Runde dürfen wir nur 3 Antriebssteine für Richtungswechsel setzen. Nach dem Landen dürfen wir dann zum Glück die Energiereserven wieder auffüllen. Vielleicht kann man sogar den Orbit eines Planeten zum besseren Ansteuern des nächsten verwenden? Alle diese Überlegungen machen ein Spiel aus, das erst beim zweiten Hinsehen seine strategischen Tiefen offenbart. Einer meiner persönlichen Favoriten dieses Jahr.

Escape: Der Fluch des Tempels - Queen Games

Jeder Spieler erhält 5 Würfel, wir stehen in einer geheimnisvollen Kammer und wir müssen entkommen. Eigentlich ganz einfach, jeder würfelt (gleichzeitig), bis er die notwendige Würfelkombination (meistens nur 2 Symbole) zum Weitergehen (Eingang zum nächsten Raum) oder Weiterentdecken (neuen Raum danebenlegen) hat. Dann müssen wir zusammenarbeiten, denn nur wenn wir im gleichen Raum viele gleiche Symbole zusammenkriegen, dürfen wir die verfluchten Steine ablegen, haben wir noch zuviele, können wir nicht aus dem Tempel fliehen. Wenn wir denn endlich den Raum mit dem Ausgang aufgedeckt haben. Und wenn bis dahin nicht die Zeit abgelaufen ist. Wie, was, Zeit? Ja, es läuft eine CD mit einem 10-minütigen Soundtrack, der uns außerdem darauf hinweist, wenn wir nochmal in den Startraum zurückmüssen, wenn wir nicht verschüttet werden wollen und falls nach 10 Minuten auch nur einer der Spieler im Tempel verbleibt, haben wir alle verloren.
In einem kooperativen Brettspiel so unter Zeitdruck zu stehen, ist sicher nicht jedermanns Sache, aber nach wenigen Runden mit denselben Mitspielern ist das meines Erachtens nicht mehr so spannend.

Bohn to be Wild - Amigo

Bohnanza hat jetzt auch schon ein paar Jährchen und einige Erweiterungen auf dem Buckel, auch hier gilt die Devise: Zurück zu den Ursprüngen. Ganz ähnlich zum Original werden hier (neue) Bohnensorten angebaut, es gibt ein paar neue Sonderfälle, die Regeln wurden ein bisschen einfacher geschrieben und das war's. Nachdem eigentlich alle bisherigen Böhnchen bei uns im Spieleregal ein Eckchen gefunden haben, bleibt dieses Feld wohl unbestellt. 

GeoFlag - Amigo

Erinnert Ihr Euch an Dobble (weiter oben)? Hier ist das Spielprinzip mit Flaggen umgesetzt. Findet man die gleichen, darf man seine Karte ablegen. Für Flaggen-Affiniados bestimmt eine Augenweide, aber ich habe dauernd noch die Namen der Länder nachgelesen, um sicher zu sein, dass ich die richtigen übereinanderlege.

Dragons - Amigo

Wie lege ich meine Karte an, damit meine Drachenfarbe sieben zusammenhängende Felder hat? Diese einfache Spielidee wird ganz schnell komplizierter, wenn durch die Aktionskarten auf einmal die Spielerfarben oder die Handkarten wechseln. Ich bin nicht sicher, ob mir das öfter Spaß macht oder ob da zu schnell Frust aufkommt, weil eine glücklich gezogene Aktionskarte das Spiel zu schnell entscheidet.

Kinder-Spiele '12

In diesem Jahr sind wir auch zum ersten Mal mit unserem dreijährigen Sohn unterwegs gewesen, daher haben wir ein paar mehr Kinderspiele ausprobiert als sonst.

Kalimambo - Zoch (für 3-7 Spieler ab 8 Jahren, je mehr desto besser)

Lasst uns mal alle loslaufen, bevor uns das Nashorn von hinten umrennt. Aus einem 12er-Satz Karten wählen wir jede Runde eine aus, die höchste Zahl rückt zuerst an den Anfang der Kette und wehe, der Letzte bewegt sich, dann kommt das Nashorn und schubst kräftig denjenigen, der dann der Letzte ist. Dafür gibt's Miese oder wenn man in einen der Sch**haufen tritt, die die Elefanten auf der letzten Runde hinterlassen haben. Der zufällige Mitspieler (das Gulo-Gulo-Faultier) macht das ganze nicht zu strategisch, nach 12 Runden (alle Karten werden ausgespielt) werden die Miesen zusammengezählt und der "Sauberste" gewinnt.

Banana Matcho - Zoch (für 2-6 Spieler ab 6 Jahren)

Na, das war doch mal wieder ein richtig lustiges Würfelspiel. Jeweils zwei benachbarte Spieler würfeln gegeneinander, sonst passiert nichts spannendes. Entweder der "Matcho" würfelt drei Affen (mit drei Würfeln) und darf ein Feld vorgehen oder sein "Gegner" würfelt aus sechs Motiv-Würfeln eine Kombination, die ihn 1-12 Schritte vorwärtsbringt. Dabei darf er aussteigen oder versuchen, das Ergebnis zu verbessern, solange die drei Würfel noch keine Affen zeigen.Wenig Planung, ein bisschen Statistik und viel Hektik, wer zuerst auf die Banane (Plastik) haut und damit den Zug beendet.

Katze und Maus Käse-Pyramiden-Fallen - Step Games (russische Seite) (für 2-4 Spieler ab 5 Jahren)

Ein einfaches Würfelspiel, bei dem die Mäuse versuchen, auf die Spitze der Käsepyramide zu gelangen. Wenn die Spielfigur auf ein Käsestückchen rückt, nimmt man sich ein Plättchen, das 1-3 Punkte wert ist, rückt die Figur auf die Katze, so wird für die Katze gewürfelt (zum Glück bekommen die Mäuse Vorsprung). Immer wenn ihre unter der Spielfigur versteckte Murmel in ein Loch rutscht, müssen die Mäuse zurück und diese wieder einsammeln. Hat einer der Spieler die Spitze erreicht, zählen alle ihre Käsepunkte zusammen und schauen, wer gewinnt. Für erwachsene Mitspieler kein Hit, unseren 3-Jährigen Testspielern waren die Murmeln und das Spielbrett noch zu fisselig. Aber Mäuse und Katze sowie die Käsesammelecken sind schön gemacht und wussten zu begeistern.

Tier auf Tier: Jetzt geht's rund! - Haba (für 2-4 Spieler ab 5 Jahren)

Wieder mal ein paar neue Tiere für das Tier-auf-Tier-Universum. Diese wunderschöne Reihe begeistert durch die einfache Spielidee, dass man (Holz-)Tiere auf ein (Holz-)Krokodil stapeln muss, natürlich ohne Umfallen. Und bei dieser neuen Variante steht das Krokodil auf einer drehbaren Scheibe, die auch prompt weitergedreht werden muss, bevor der nächste Spieler stapeln kann. Die einfache Variante war uns schwer genug, anstelle nämlich eine einfache Scheibe unterzulegen, gibt es auch noch eine Halbkugel, damit es auch richtig wackelig wird. Sehr gut.

Rumpel-Ritter - Haba (für 2-4 Spieler ab 4 Jahren)

Ein Spiel ohne Entscheidungsdruck. Genau das richtige für die bereits leicht erschöpften Testspieler. Jeder würfelt, wieviele Ritterfiguren er in den Rumpelturm werfen muss. Würfelt einer der Mitspieler die Falltür, rumpelt es los und alle Figuren rollen aus dem Turm über den Tisch. Landen sie zufällig in den Löchern des Spielplans, sind sie aus dem Spiel, ansonsten darf der glückliche Falltürenwürfler alle seine eigenen und je eine der fremden Ritterfiguren behalten. Das Spiel endet, wenn ein Spieler nicht mehr genügend Ritter hat, um seinen Wurf zu bedienen und dann gewinnt derjenige mit den meisten Rittern. Ohne Langeweile ein einfaches Spiel zu bieten, das hat Rumpel-Ritter hervorragend gemeistert.

Nachts im Stall - Haba (für  1-4 Spieler ab 2 Jahren)

Jetzt erst mal was ruhiges. Der Hahn bringt die Tierkinder ins Bett, leider muss er manchmal krähen und da geht auch schon langsam die Sonne unter. Schafft er es wohl rechtzeitig? Lämmer, Ferkel, Kälber und Kätzchen müssen beruhigt werden, bevor die Sonne am Horizont verschwindet und wir es morgen nochmal versuchen können. Schön ruhig und genau richtig für die Kleinen, die noch die Tierstimmen üben und wie ging nochmal leise reden und ganz vorsichtig das Plättchen umdrehen?

Expedition Dino - Haba (für 2-5 Spieler ab 5 Jahren)

Der eine Testspieler ging nach Hause und der zweite Testspieler brauchte auch eine Pause, also saßen 4 Erwachsene um den Tisch und vergnügten sich mit dem kleinen Hammer und Meißel und den Plastikwürfeln, die das paläontologische Schlachtfeld darstellen. Fällt ein Würfel ordnungsgemäß von den anderen getrennt heraus, so darf man ihn mit seinem Wert (Knochen oder nicht) aufheben und wird später vielleicht der beste Dinoforscher. Hat man zu doll geklopft, gehen alle Steine auf den "Schutthaufen". Für kleine Feinmotorik-Aspiranten eine Herausforderung, bei der man mit dem Spielmaterial bestimmt auch noch ganz andere Ausgrabungsstätten basteln kann.

Socken zocken - Haba (für 2-6 Spieler ab 4 Jahren)

Und dann wieder für alle: ein schnelles Aufmerksamkeitsspiel zum Wachwerden. Finde vor allen anderen 5 Paar zusammenpassende Socken. Diese unterscheiden sich durch ihre Streifen-, Fersen- und Bündchenfarbe und es wird schnell kunterbunt. Punkte pro Runde werden mit Holzwäscheklammern durch Anstecken verteilt, optisch ein Genuss und die kleinen Mitspieler können schnell sehen, wer führt. Eine tolle Idee, finde ich, die hervorragend zum Thema passt.

Spaß-Spiele '12

Dobble - Asmodee

Hektik am SpieltischMan nehme einen großen Stapel Karten (hier sind sie rund und das hat einen guten Grund :-). Auf diesen Karten sind 10 Symbole abgebildet und wenn man zwei Karten davon nebeneinander hält, so gibt es jeweils ein Symbol, welches auf beiden Karten zu finden ist. Wenn man es denn findet... Und das ist auch schon das Spielziel. Mit verschiedenen Vorgaben (am meisten Karten sammeln, als erster alle Karten loswerden usw.) haben wir hier eine Speed/Ligretto-Variante, die lustig ist, mehr Mitspieler auf einem kleineren Tisch unterbringt und allen, die auch nur einen Hauch von Hektik am Spieltisch mögen, gefallen wird. Und übrigens: Die Karten sind rund, damit sie kein "unten" haben.

Pictomania - CGE/Pegasus

Ab und zu sind Spiele mit Zeichnen, Kneten, Pantomime oder ähnlichem "Kinderkram" genau das Richtige für mich.
6 mal 7 Begriffe
6 mal 7 Begriffe
Jeder Spieler zeichnet einen Begriff aus 6 offenen Karten (à 7 Begriffen) zufällig festgelegt. Außerdem muss er (gleichzeitig - Riesenbrüller) versuchen, zu erkennen, welchen Begriff seine Gegner zeichnen.
Mit rudimentären Zeichenkünsten
Mit rudimentären Zeichenkünsten kann man gewinnen
Wir haben mit der Schwierigkeit 2 (von 4) gespielt und kamen mit dem Zeichnen ganz gut klar, obwohl "blau" schon eine Herausforderung ist (Worte sind natürlich nicht erlaubt). Punkte gibt es dann sowohl für "gutes" Zeichnen (wurde oft erkannt) als auch für gutes Erkennen. Die schwierigeren Begriffe sind dann aber schon was für eingefleischte Zeichenspiel-Liebhaber oder könntest Du mal eben was zu "Charma" malen?